30 Jahre Mauerfall: Vorteile für Wirtschaft im Süden und Osten Deutschlands

Die Öffnung der innerdeutschen Grenze vor 30 Jahren und die darauf folgende Migration gut ausgebildeter Arbeitskräfte hatte für die gesamtdeutsche Wirtschaft Vorteile. Viele Branchen und Unternehmen gerade in den Technologie-starken süddeutschen Bundesländern hätten davon profitiert, schreibt der Unternehmer und Personalberater Joachim Lang in seinem Blog. Heute gebe es eine Gegenbewegung, viele Fachkräfte ziehe es nach Ostdeutschland, wo in eine moderne Industrie und in technische Entwicklungen investiert werde.

Ulm, 5. November 2019 – Die Öffnung der innerdeutschen Grenze am 9. November vor 30 Jahren und die darauf folgende Migration gut ausgebildeter Arbeitskräfte hatte für die gesamtdeutsche Wirtschaft Vorteile. „Viele Branchen und Unternehmen gerade in den Technologie-starken süddeutschen Bundesländern haben davon profitiert“, schreibt der Unternehmer und Personalberater Joachim Lang, Geschäftsführer der Ulmer consinion GmbH, in seinem Blog. Viele gut ausgebildete Fachleute seien nach der so genannten Wende zu Industrie-Betrieben in West- und Süddeutschland gewechselt.

Mittlerweile sei eine Gegenbewegung eingetreten, die den ostdeutschen Wirtschaftsregionen zugute komme. „Menschen, die in der Nach-Wende-Zeit aus der ehemaligen DDR kamen, sich in Regionen wie Stuttgart, Ulm oder München mit ihrem Know-how eingebracht und weiterentwickelt haben, zieht es in ihre alte Heimat“, schreibt Lang. Diese „In-den-Süden-und-zurück-in-den-Osten-Migration“ beruhe unter anderem auf einer „Wandlung und Modernisierung der Industrie, die wir in Regionen wie Dresden oder Chemnitz derzeit sehen“. Wo es nach der Wende oft nur Tätigkeiten in der Fertigung gab, werde heute „intensiv in moderne technische Entwicklungen investiert“.

Diese lebendige innerdeutsche Migration qualifizierter Arbeitskräfte sei verständlich und normal, verschärfe allerdings in einigen Branchen den bereits bestehenden Wettbewerb um die besten Fachleute. Daher sei es umso wichtiger, dass sich Unternehmen in allen Regionen, Branchen und Wirtschaftsräumen professionell als Arbeitgeber präsentieren. „Wo Menschen bereit sind, sich in einer anderen Region anzusiedeln oder in die alte Heimat zurückzukehren, sind Arbeitsplätze besser zu besetzen und lassen sich Standorte stärken“, heißt es in dem Blog-Beitrag von Joachim Lang.

Auch wenn nach der Grenzöffnung und der Wiedervereinigung nicht alles optimal gelaufen sei, sieht Joachim Lang gerade bei der Ausbildung und Weiterentwicklung viele positive Aspekte. Im Westen setzten viele Unternehmen auf die Ausbildung und das Know-how ehemals ostdeutscher Mitarbeiter. Im Osten habe sich zeitversetzt eine moderne Industrie entwickelt, auf die Unternehmen und Beschäftigte heute zu Recht stolz seien.

Zum Blog-Beitrag: https://www.linkedin.com/pulse/den-süden-und-zurück-osten-30-jahre-innerdeutsche-migration-lang/